 Dezember 2008 - Solarpassiv-Eigentumswohnungen im Stellwerk 60.
Die Nutzung der Solarpassivbauweise für Etagenwohnungen ist in Deutschland noch eher selten. Aber das Prinzip funktioniert hier ähnlich wie bei Häusern: Passivbauten beruhen auf dem Prinzip einer rundum luftdichten Gebäudehülle. Bei konventionellen Gebäuden geht viel Wärme über Außenwände, Fenster und Dach verloren. Im Passivhaus wird die Wärme aktiv im Haus zurückgehalten. Solarkollektoren auf der Südseite, die im Sommer gleichzeitig zur Verschattung dienen, decken einen hohen Anteil des Warmwasser- und Heizbedarfs. Der zusätzliche Heizwärmebedarf reduziert sich auf diese Weise auf ein Minimum - besonders in einem Mehrfamilienhaus mit "wärmenden Nachbarn". In den Wintermonaten kann mit nachwachsenden, CO2 neutralen Rohstoffen, über einen Pelletsofen nachgeheizt werden. Jede Wohnung verfügt über eine hocheffiziente Lüftungsanlage, die für ausgzeichnete Luftqualität sorgt und bis zu 90 Prozent Wärme aus der verbrauchten Luft zurückgewinnt. Gleichzeitig wird den Räumen über Filter gereinigte Außenluft zugeführt, die im Winter über ein Heizregister vorgewärmt wird. Das Projekt im Stellwerk 60 wurde von der "Landesinitiative Zukunftsenergien NRW" als Solarsiedlung anerkannt.
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